Zurheide Feine Kost Düsseldorf / Foto: RUHR°MEDIEN – Henning/Wendland
Zurheide Feine Kost Düsseldorf / Foto: RUHR°MEDIEN – Henning/Wendland

Auch in Deutschland wird es immer populärer: Das Wagyū-Rind bzw. auch Kobe-Rind. Der Name Kobe darf eigentlich nur in Japan Verwendung finden, da diese Rinder in der Region Kōbe gezüchtet wurden. Somit gibt der Begriff Kobe nur die Herkunftsbezeichnung der Rinder an. Außerhalb Japans werden diese Tiere daher als Wagyū bezeichnet; obwohl Tajima-Rind die richtige Bezeichnung wäre, denn auch Wagyū ist nur eine Sammelbezeichnung. Wenn man den japanischen Züchtern Glauben schenken darf, erhalten jährlich nur zirka 4000 bis 5000 Rinder das Prädikat mit den hohen Qualitätsmerkmalen; und das bei gut 800.000 geschlachteten Rindern in Japan.

Auf Deutschlands saftigen Wiesen grasen schon bis zu 1000 dieser Rinder, welche je nach Alter zwischen 600 und 1000 kg schwer werden. Weltweite Zahlen sind leider nicht verlässlich; sicher ist jedoch, dass sich dieses Fleisch bei den Feinschmeckern größter Beliebtheit erfreut und sich speziell in den USA und Australien ein richtiger Run um die Züchtung dieser Tiere entwickelt hat.

Zurheide Feine Kost Düsseldorf / Foto: RUHR°MEDIEN – Henning/Wendland
3-Sterne-Koch Sven Elverfeld beim Gourmet Festival, Zurheide Feine Kost Düsseldorf / Foto: RUHR°MEDIEN – Henning/Wendland

Auch die 3-Sterne-Köche Sven Elverfeld und Kevin Fehling sind vom Wagyū-Fleisch überzeugt. Hier beim Zurheide Gourmet Festival haben beide Spitzenköche Wagyū-Rind verabeitet. Kevin Fehling hat Wagyu-Short-Rib mit Mais, BBQ-Gel & Whisky-Hollandaise kreiert und Sven Elverfeld Nacken vom japanischen Wagyu-Rind, Koriandermayonese, Bete süß/sauer mit Aubergine & Soja.

3-Sterne-Koch SKevin Fehling beim Gourmet Festival, Zurheide Feine Kost Düsseldorf / Foto: RUHR°MEDIEN – Henning/Wendland
3-Sterne-Koch Kevin Fehling beim Gourmet Festival, Zurheide Feine Kost Düsseldorf / Foto: RUHR°MEDIEN – Henning/Wendland

 

Gutes Filet wird zu Preisen zwischen 300 und 600 Euro verkauft, auch Preise bis über 1000 Euro lassen sich teils erzielen. Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass diese Tiere besondere Aufmerksamkeit benötigen. Nicht nur, dass Sie deutlich länger leben – bis zu dreimal länger – als ihre Artgenossen, auch das Futter ist etwas Besonders. Denn neben dem saftigen grünen Gras stehen zusätzlich Biertreber auf dem Speiseplan der Wagyū-Rinder. Manche Züchter stellen den Rinder nur vorgewärmtes Wasser zur Verfügung, spielen Musik zur Entspannung, massieren ihre Tiere und vieles mehr. Auch Mythen müssen gepflegt werden. Wichtig ist aber, dass das Fleisch schmeckt und gesund ist.

Und das darf man annehmen. Denn das Wagyū-Rind hat wohl eine der stärksten aber auch feinsten und schönsten Fett-Marmorierungen die wir bei Fleisch bisher gesehen haben. Das Fett kann sich über Jahre aufbauen und ist daher gleichmäßig verteilt. Wagyū-Rinder können im Vergleich zu unseren deutschen Rindern mit einem bis zu 50% höheren Fettanteil aus ungesättigten Fettsäuren auftrumpfen.

Wer direkt vom Erzeuger kaufen will, kann sich über die Webseite des Wagyu Verband Deutschland e.V. informieren; dort sind alle Mitglieder aufgeführt. Leider habe nicht alle Mitglieder eine eigene Webseite, aber das wird der Qualität des Fleisches keinen Abbruch tun.

Wir wünschen einen Guten Appetit beim Genießen eines saftigen Stücks Wagyū-Filets.