Luxuswasser für Feinschmecker?

Das teuerste Wasser – Tafelwasser oder doch das Mineralwasser -welches ist derzeit das angeblich teuerste Wasser bzw. Mineralwasser der Welt? Schon mal den Namen Kona Nigari gehört? Kona Nigari soll aus Hawaii kommen.

Ein Liter dieses Mineralwassers soll sage und schreibe 320 Euro kosten. Ein Marketingtrick, um auf dieses Wasser aufmerksam zu machen? Und es soll auch nur ein Wasserkonzentrat sein.

Ein Wasserkonzentrat

Ein Wasserkonzentrat? Das haben wir auch noch nicht gehört. Das angeblich so teure und reine Wasserkonzentrat soll mit klassischem Mineralwasser vermischt werden. Kostet so die Literflasche dann letztendlich doch nur noch 1,20 Euro?

Dieses ist das einzigen Bilder die es angeblich vom teuersten Wasser der Welt geben soll. Gutes Marketing sieht allerdings anders aus. Unser Tipp: Finger weg von den angeblichen Luxus- und Premiumwässern wie Kona Nigari Wasser.

Kona Nigari angebliches Konzentrat
Kona Nigari
angebliches
Konzentrat

Das wirklich teuerste Mineralwasser der Welt (120 Euro pro Liter) heißt „Rokko No Mizu“ (eigentlich Rokko no Oishi Mizu) und stammt aus Japan. Das Wasser fließt im Rokkō-Gebirge, welches knapp 900 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Aus der gleichen Gegend kommt auch das bekannte Kobe-Rind oder auch Wagyu-Rind genannt.

Die Japaner kaufen das „Rokko No Mizu“ vor Ort zwar nicht für 120 Euro pro Liter, aber zu schmecken scheint es trotzdem. Wer das Edelwasser Rokko gerne probieren möchte, muss nach Berlin ins Adlon Kempinski reisen. Grüßen Sie Franz Höckner, welche das Salzburger Land verlassen hat, um als Bar-Chef im Adlon flüssige Gaumenfreuden zu kredenzen.

Vielleicht finden wir in der Zukunft Zeit, um uns mit den edlen Wassern dieser Welt in einer eigenen Reportage zu beschäftigen. Denn wohlklingende Namen wie Bling h2o, Püro, OGO, Cape Grim, Veen, Lauquen, Cloud Juice, 10 Thausend BC, Cape Karoo, Fiji Water, GIZE, 420 Below und andere müssen von uns noch probiert werden. Tasting natural.

Weitere Fakes die aktuell im Umlauf sind das Kristallwasser Tributo aus Modigliani, welches angeblich bei einer Auktion über 50.000 Euro erzielt haben soll und
das Supernariwa für 9.000 Euro das Flässchen. Die Bildersuche bei Google sagt alles.

Das Wasser mit dem Namen Fillico Wasser wird aktuell für 195 Euro verkauft, der Inhalt kommt aus Japan und die Flasche wird günstig in China produziert.

Die Deutschen trinken immer mehr Mineralwasser

Staatl. Fachingen: Weltweit das beliebteste und meistgekaufte Heilwasser gab es auch zum Großen Preis der Köche / © Redaktion Lustfaktor

Die Deutschen trinken immer mehr Mineralwasser. Pro Jahr sollen es bis zu 140 Liter sein. Alleine im deutschsprachigen Raum werden über 500 verschiedene Mineralwässer angeboten; dazu kommen nochmals um die 50 verschiedene Heilwässer.

Ernährungsphysiologische Untersuchungen haben gezeigt, dass Trink- und Mineralwässer dem Menschen bei der Mineralstoffabdeckung nicht wirklich unterstützen können, da der überwiegende Teil durch feste Nahrung zugeführt wird.

Dennoch sind Tafel- und Mineralwässer gesund. Die Preise pro Liter variieren zwischen 12 Cent und weit über 100 Euro. Auf die jährliche Wasseraufnahme von 140 Liter gerechnet würde das ein Jahresbudget von knapp 20 Euro bzw. über 17.000 Euro ausmachen, wenn das aktuell günstigste mit dem aktuell teuersten Mineralwasser namens „Rokko No Mizu“ verglichen wird.

Kona Nigari Wasser
Kona Nigari Wasser

Über das angeblich teuerste Mineralwasser der Welt haben wir schon einmal berichtet. Kona Nigari kommt aus Hawaii. Umgerechnet sollte der Liter Kona Nigari Mineralwasser 320 € kosten. Wir haben genau hingeschaut. Es ist ein Marketingtrick; denn das Wasser wird mit natürlichem Mineralwasser unendlich verdünnt. So kostet die Literflasche nachher nur noch 1,20 Euro. Wahrscheinlich noch immer viel zu teuer. Denn wer solch ein teures Mineralwasser im Markt anbietet, sollte schon in der Lage sein gutes Bildmaterial zur Verfügung zustellen. Wir glauben da nicht wirklich dran. Vielleicht erhalten wir ja auch noch eine Probe, um dann ausführlich berichten zu können.